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New Energy Husum-Chef Peter Becker ist überzeugt: Die Zukunft der Mobilität liegt im Stromantrieb aus erneuerbaren Energien

Ob Strom, Wärme oder Mobilität – die Energieversorgung der Zukunft ist erneuerbar. Davon ist der Geschäftsführer der Messe Husum & Congress Peter Becker fest überzeugt.

15.02.2017 // Herr Becker, was bietet die New Energy Husum ihren Besuchern in diesem Jahr?
Sie bietet vor allem eines: Informationen! Und das nicht nur an den Ständen der Aussteller, sondern auch in den Foren. Dort, im Branchentreff unseres Kooperationspartners watt_2.0 sowie in unserem Besucherforum, werden Themen rund um die erneuerbaren Energien fachlich hochkarätig und zugleich gut verständlich aufbereitet, für den Verbraucher ebenso wie für das Fachpublikum. Wir sprechen beide Zielgruppen an – zum Beispiel den Häuslebauer, der sich über energetisch und ökologisch hochwertige Baumaterialien informieren will, wie den Gewerbetreibenden auf der Suche nach neuen Geschäftsmodellen rund um die Elektromobilität (von denen es übrigens eine ganze Menge gibt!). Diese Durchlässigkeit zwischen den Zielgruppen ist eine Stärke der New Energy Husum: Egal ob Experte oder Privatier – hier kann sich jeder in den Foren jeden Vortrag anhören, der ihn interessiert. Und durch die Vielzahl der hier vertretenen Institutionen von – um nur einige zu nennen – der Deutschen Umwelthilfe (DUH) über die Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein (EKSH), die Investitionsbank, die Industrie- und Handelskammer bis hin zu Haus & Grund ist sichergestellt, dass man nicht nur kompetent, sondern auch unabhängig informiert und beraten wird.

Welche aktuellen Entwicklungen im Bereich erneuerbare Energien sind aus Ihrer Sicht wichtig und zukunftsweisend?
Da gibt es einige, an deren Zukunftspotenzial ich glaube. Nehmen wir die Photovoltaik. Sicher: Die Zeiten, in denen die Landwirte bei den Unternehmen Schlange standen, um ihre Dächer mit Solarmodulen bestücken zu lassen, sind vorbei. Aber die Technik bleibt ein wichtiges Standbein beim Umbau der Energiesysteme – wenn man die gesunkenen Anlagenpreise, die Fortschritte bei den Speicherkapazitäten und die damit verbundenen Möglichkeiten des Eigenverbrauchs betrachtet. Ich glaube fest an den Weg hin zu einer dezentralen Energieversorgung – nicht umsonst sind die Stadtwerke für die New Energy Husum seit Jahren und auch in diesem Jahr wichtige Partner. Und obwohl in der Öffentlichkeit der Eindruck bestehen mag, die Elektromobilität komme nicht recht voran – die Realität spricht für das Gegenteil.

Wie meinen Sie das?
Der Entwicklungsstand in der E-Mobilität ist viel weiter, als die aktuellen Verkaufszahlen es vermuten lassen. Automodelle wie der Zoe von Renault, der I 3 von BMW mit verstärktem Akku sowie ein neues Modell, das Opel in der Pipeline hat, sind mit Batteriekapazitäten ausgestattet, die selbst im Winter Fahren mit Komfort und großen Reichweiten ermöglichen. Einmal Husum – Hamburg und zurück ist da keine Zukunftsmusik mehr. Jetzt braucht es nur noch die entsprechende Ladeinfrastruktur, aber da hat die Bundesregierung mit ihrem vor wenigen Tagen veröffentlichten 300-Millionen-Förderprogramm die richtigen Akzente gesetzt. Und Nordfriesland ist ja, wie überhaupt bei den Erneuerbaren, seit fast 30 Jahren Vorreiter: Stadtwerke, die Kreisverwaltung, Kommunen unterhalten Ladestationen, allein bei uns an der Messehalle sind es mittlerweile acht.

Nach wie vor aber hört man, trotz des Umweltbonus der Bundesregierung für die Anschaffung, immer wieder den Einwand, E-Autos seien einfach zu teuer...
Ja, und das Argument zieht einfach nicht. Denn es geht nicht um den reinen Anschaffungspreis, sondern um Nutzungsdauer und Gesamtkosten, inklusive Wartung, Betrieb und so weiter. Es ist doch kein Zufall, dass etliche große Unternehmen ihren Fuhrpark auf strombetriebene Modelle umstellen. Und bedeutende Hersteller – in Asien längst, aber jetzt auch in Deutschland, VW und BMW zum Beispiel – setzen bei der Entwicklung neuer Modelle jetzt stark auf E-Mobile. Ich bin davon überzeugt: Die Zukunft der privaten (und öffentlichen) Mobilität liegt im Stromantrieb aus erneuerbaren Energien.

Sie sprechen von der Zukunft. In der Gegenwart scheint der Boom der Erneuerbaren erst einmal vorbei zu sein. Wie stellt sich die New Energy Husum vor diesem Hintergrund auf?
Ja, die Entwicklung ist ins Stocken geraten, nicht erst im vergangenen Jahr. Das ist vor allem der aktuellen politischen Lage geschuldet – die Welt hat andere Sorgen, mag man denken. Zudem ist der Preis fossiler Energien, insbesondere von Erdöl, nach wie vor niedrig und es gibt damit wenig wirtschaftlichen Druck für ein Umsteuern. Die New Energy Husum ist ein Spiegel dieser Situation. Aber wir bleiben an der Seite der Branche, und wir bleiben ein Schaufenster der erneuerbaren Energien, für interessierte Verbraucher ebenso wie für Fachbesucher. Nicht zuletzt senden wir mit der Messe auch ein Signal an die Politik, an dem eingeschlagenen Weg hin zu den Erneuerbaren festzuhalten. Dass in diesem Jahr so viel (politische und fachliche) Prominenz nach Husum kommt zeigt: Dieser Appell – die Rolle der New Energy Husum als Botschafter der regenerativen Energien – ist angekommen.

 

Pressekontakt

Messe Husum & Congress
Barbara Zillig
Am Messeplatz 12-18
25813 Husum

Tel.: +49 4841 902 - 484
Fax: +49 4841 902 - 246
E-Mail: zillig@messehusum.de
messehusum.de

 

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