24.01.2012
Die 1. Nordeuropäische E-Mobil Rallye startete am Samstag in Aabenraa bei sonnigem Wetter und das Lächeln der Sonne übertrug sich im Laufe der zwei Tage auf das komplette Starterfeld. Der Eco-Mobility e.V. aus Kiel und die Motorsportfreunde Idstedt hatten eine E-Mobil Rallye auf die Beine gestellt, die alle Erwartungen übertraf.
Nach vierzehn Wertungsprüfungen standen die Gesamtsieger und platzierten Teams am Sonntag auf der new energy husum Messe fest. Der Münchener Tim Ruhoff mit Beifahrerin Anna Baumeister sicherten sich mit 103,2 Punkten den Gesamtsieg auf einem Tesla Roadster Sport vor dem E.ON-Hanse Team aus Rendsburg (107,7 Pkt.), das mit einem German E-Car "Stromos" das Ziel erreichte. Platz drei der Gesamtwertung ging mit 128,7 Punkten an das KESH-Professorenteam der Fachhochschule Kiel. Professor Eisele, Prof. Lebert und Beifahrer Ewers fuhren im nagelneuen Peugeot iOn ein wirklich "professionelles" Ergebnis ein. Dicht gefolgt vom Mitsubishi-Team Haulsen/Haulsen, die den i-MiEV der Schleswiger Stadtwerke mit 148,7 Punkten auf Platz vier platzierten.
Den Teilnehmern wurde auf den anspruchsvollen Wertungsprüfungen nichts geschenkt. Der Veranstalter hatte das Mix der Prüfungen auf neun Sollzeit-, drei Orientierungs- und zwei Leistungsprüfungen gut verteilt. Wer nicht präzise und aufmerksam die Aufgaben bewältigte, wurde automatisch in den Plätzen nach hinten gereicht.
Viel Spaß hatten die Rallyeteams und Zuschauer bei den Leistungsprüfungen in Flensburg-Schiffbrücke und auf dem abgesperrten CITTI-Park-Gelände. Überraschen konnte dort ein Citroën Berlingo-Nutzfahrzeug vom Team e8energy aus Hamburg mit nur 42 kW Leistung, aber starker Batterieleistung. Die Besatzung Ernst/Ait Bahou fuhren mit dem Lieferwagen auf der 250 Meter langen Slalomstrecke sogar schneller als der Tesla vom Team "KlimaInvest" (215 kW).
Bei dieser E-Mobil Rallye, die ausschließlich mit Elektrofahrzeugen gestartet wurde, ging es aber nicht nur um Sportlichkeit. Das Wissen der Fahrer über die Technik war auch gefragt. Der Sonderpreis Speichertechnik wurde von der Lübecker O.M.T.-Tochter E-Mobility an denjenigen vergeben, der die Batterietechnik seines Fahrzeugs am besten erklären konnte. Von allen 40 Teams war Michael Haberstroh-Andresen der Technikprofi. Kein Wunder, denn er startete mit einem selbst umgebauten VW Beetle gegen die renommierten Hersteller und erreichte das Ziel immerhin auf Platz 27.
Die Nordeuropäische E-Mobil Rallye wird auch im nächsten Jahr starten und möchte dazu beitragen, dass Elektromobilität mit regenerativem Strom nicht nur Spaß macht, sondern auch schon jetzt erfahrbar ist. BBS